Darmkrebs bei Erdnatter

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Seriva Senkalora
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Darmkrebs bei Erdnatter

#1 Beitrag von Seriva Senkalora »

Hallo zusammen,

leider habe ich diese Woche meine zehnjährige gelbe Erdnatter (Pantherophis alleghaniensis) verloren. Ursache war ein Darmtumor. Die ringförmige Wucherung führte zu einer starken Einschnürung des Darms mit daraus folgender Blockade, so dass der Darminhalt nicht weiter transportiert werden konnte. Der Darm entzündete sich aufgrund des Staus sehr stark. Da eine operative Entfernung von Darmabschnitten bei Schlangen nicht möglich ist, musste das Tier erlöst werden.

Äußerlich war dies schwer zu erkennen, da zeitgleich mit der entzündungsbedingten Schwellung im hinteren Körperdrittel auch eine Ovulation stattfand und das gesamte Tier daher – wie bei ovulierenden Weibchen im Frühjahr üblich – sehr „aufgepumpt“ aussah. Sie wurde dieses Jahr nicht verpaart, ich erwartete also kein Gelege. Dann ließ die ovulationsbedingte Schwellung nach. Kurz darauf wurden drei sehr schlecht beschalte Wachseier abgesetzt. Das und die lokal zunehmende Schwellung ließen mich eine Legenot vermuten. Weil keine weiteren Eier folgten und das Tier merklich abbaute, suchte ich sofort einen Tierarzt auf. Erst beim Röntgen und Ultraschall stellte sich heraus, dass eine andere Ursache vorlag und bei der anschließenden OP war der Fall leider schnell klar.

Das Tier war zum Zeitpunkt des Todes zehn Jahre alt, wog etwa 700g und wurde zwei Wochen zuvor noch mit einer 80gr Ratte gefüttert die sie anstandslos gewürgt und gefressen hatte. Sie wird alle drei bis vier Wochen gefüttert, das Tumorwachstum muss also innerhalb der letzten fünf bis sechs Wochen den kritischen Punkt erreicht haben, denn die vorhergehende Fütterung verlief unauffällig.

Zehn Jahre war sie bei mir, ich habe zweimal mit ihr nachgezogen und obwohl sie erdnattertypisch ein bisschen rabiater war, mochte ich sie echt gern.

Bei Interesse habe ich auch noch ein Foto der Operation hier, kann es gern posten.

LG
Seriva
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Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.
(Konfuzius)

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